In gelber Unterwäsche auf den Spuren der Inka

Cusco!

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Silvester – Ich hatte nur Positives gehört und freute mich auf den Abend. Der Start in ein neues Jahr steht ganz im Zeichen der Farbe Gelb. Wird bei uns rote Unterwäsche getragen, sollte man hier Gelb tragen um das Glück im neuen Jahr nicht herauszufordern. Auf der Plaza der Armas, dem Hauptplatz von Cusco, soll am Meisten los sein. Bei strömendem Regen und eher winterlichen Temperaturen begaben wir uns ins Zentrum. Auf die gelbe Unterwäsche haben wir aus ästhetischen Gründen allerdings verzichtet:) Bereits vor Mitternacht wurde der Nachthimmel von bunten Feuerwerken in allen Variationen erhellt. Um Mitternacht, mittlerweile trocken, startet ein weiterer Brauch: es gilt 7 Runden um den Platz zu pilgern und das erst noch mit einer Münze im Schuh. Gesagt getan, haben wir immerhin 1.5 Runden hinter uns gebracht. Den körperlichen Aufwand der restlichen Runden, haben wir später in einer Bar mit Tanzen kompensiert. Sollte es mich in diesem Jahr nocheinmal mit dem Velo überschlagen, werde ich mich beim nächsten Silvester genauer an die Bräuche halten:)

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Cusco hat durchaus mehr zu bieten als Ausflüge zum Machu Picchu. Der Besuch der Inka Stadt-Ruinen von Pisaq stand auf dem Programm. Mit einem Minibus und als einzige Touristen, ging die Fahrt über eine Bergstrasse auf die andere Seite von Cusco. Noch bei Regen gestartet, empfing uns das kleine Dörfchen mit strahlendem Sonnenschein. Von dort aus geht ein 4km langer Weg steil den Hang rauf. Zu Gunsten der Förderung der örtlichen Wirtschaft sowie zum Wohl unserer Beine, haben wir uns entschieden, den Aufstieg durch ausgiebiges Souvenir-Shopping und einer Taxi Fahrt hoch zu den Ruinen zu tauschen. Mit gutem Gewissen freuten wir uns bereits auf den Abstieg:) Die Ruinen waren sehr eindrücklich und wir genossen die Aussicht. Der Rundgang führte über steile Treppen, zwischen Felsen hindurch und durch Tunnels und bot super Sujets um uns sehr touristisch in Szene zu setzen.
Nach dem knapp 1-stündigen Abstieg über unzählige Treppenstufen, wurde zur Belohnung noch einmal eingekauft bevor wir uns mit einem wohlverdienten Sandwich auf den Rückweg gemacht haben – erneut als einzige Touristen und als einzige ohne Glace in der Hand:)

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Nach einem gemütlichen Kaffee-Vormittag ging es mit dem Bus nach Ollantaytambo. Dort kamen wir in den Genuss des Panoramazuges von „Inca Rail“ (Retour Billett CHF 140-180.-) in Richtung  Aguas Calientes. Die Panoramafenster können nicht wirklich mit denen des Kambly-Panorama Zuges von Luzern nach Interlaken mithalten, aber was die bequemen Polstersitze betrifft, können wir uns in der Schweiz definitiv noch verbessern.

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Aguas Calientes, ein Dorf gemacht für einmalige Gäste, gehört wohl nicht zu den schönsten Ortschaften. So schlimm wie überall beschrieben, fand ich es aber nicht. Man bleibt hier eh nur eine Nacht um den Machu Picchu zu besichtigen…

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Nach dem überteuerten Z’Nacht, gab es noch einen starken Drink um allfällige Störenfriede im Magen bereits vorgängig zu töten. Zum Glück werden wir nie erfahren, was unsere Pizza und der Burger in der Küche alles erlebt haben.
Leider hat es die ganze Nacht geregnet und der Morgen sah nicht freundlicher aus. Trotzdem haben wir uns nach dem Frühstück zu Fuss auf den knapp 2-stündigen Weg hoch zum Machu Picchu gemacht. Tickets müssen bereits vor dem Besuch gekauft werden. Der einfache Eintritt kostet um die CHF 40.- und es können weitere Berg-Zugänge dazu gekauft werden. Im Verlgleich zum Colca Canyon brachte mich dieser Aufstieg mehr zum Schwitzen. Am Ziel knapp am Sauerstoffzelt vorbeigerasselt, war erst einmal anstehen angesagt. Im 5-Minuten-Takt treffen Busse mit immer mehr Besuchern ein. Bei 2500 Besuchern pro Tag in der Hochsaison, ist hier nicht schlecht was los.

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Der Rundgang führte uns über all die Terrassen zwischen den Inka Ruinen hindurch. Das verhangene Wetter liess die lange vergessene Stadt noch mystischer wirken.

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Trotzdem lud der Nieselregen nicht zum Verweilen ein und wir waren viel zu früh zurück im Dorf. Die 6 Stunden bis zur Rückfahrt verbrachten wir mit Essen, Kaffee und wieder Essen. Ratespiele aus Kindestagen haben wir wieder zum Leben erweckt und kurzerhand neue erfunden. Selbstverständlich wurde auch das Alphabet mit der einen oder anderen Runde Stadt-Land-Fluss auseinandergenommen; zu meinem Übel gibt es leider immer noch keine Xantilope;-)

Müde ging die Warterei zurück in Ollantaytambo weiter. Bereits vor der Hinreise hat uns unser Reisebüro zur Weissglut gebracht… Mit anderen Ausflüglern standen wir nämlich ohne Bus für den Rücktransport da. Auf eigene Kosten fuhren wir dann nach 23Uhr endlich in Cusco ein. Tipp: Bucht eure Tickets direkt über das Peru Rail Büro an der Plaza de Arma oder online…

Nach Cusco geht es für Pascal zurück nach Lima und dann zurück in die Schweiz. Auf mich wartet der nächste Nachbus nach Puno. Dort werde ich den Titicaca See genauer unter die Lupe nehmen.

Viele Dank fär die super Wucha! Äs Hoch uf Chugilschrieber Kunschtwärch und Xantilope und uf bald Deheim, bereit mit de beschtu Tanzsocke und Velo:-)

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