Zu Besuch bei jorge123 an der Goldküste Boliviens

Nächster Halt: Copacabana, Bolivien.
Bereits vor meiner Reise hatte ich irgendwie Bammel vor Südamerika. Grundsätzlich nicht wirklich ängstlich, hat mich die eine oder andere Horror-Geschichte schon etwas verunsichert. Man hört von Überfällen auf Busse, verschleppten Touristen als künftige Opfer von Organhandel und noch einiges mehr. Immer teure Busunternehmen zu wählen, hat mir in Peru immer angenehme Reisen beschert. Nun galt es, mit dem Bus über die Grenze nach Bolivien zu reisen. Lonely Planet und Co. lassen keine Gelegenheit aus, Warnhinweise in teils etwas zu dramatischer Schreibweise zu publizieren. Monika und ich hatten so, beide unabhängig von einander, Respekt vor dieser Überfahrt nach Bolivien. Die Wahl eines guten Busunternehmens (Tour Peru in unserem Fall) sowie tagsüber zu reisen verschaffte uns eine angenehme Fahrt und nach 5 Stunden genossen wir den ersten Cocktail im Hafen von Copacabana.

IMG_0363Davor haben wir in einer geistigen Umnachtung noch das erstbeste Hostel gebucht… Das Haus war wie ausgestorben und für CHF 5.- pro Nacht wollten wir das Zimmer zuerst kurz besichtigen. Naja, der Anblick war alles andere als prickelnd aber aus irgendeinem Grund, haben wir beide gleichzeitig zugestimmt – erst noch ohne das Bad gesehen zu haben;) Überzeugt hat uns wohl die liebevolle Einrichtung: zwei rustikale Betten, ein Nachttischli mitten im Raum (im Brocki bestimmt ein Bestseller) und ein wundervoll drapierter Vorhang. Mein Routine-Bettwäsche-Geschmacks-Test fiel leider negativ aus; ein Hoch auf unseren Schlafsack!

IMG_0408jorge123, unser Wifi Netzwerk, war genau so zuverlässig wie die Steckdosen im Raum – vorhanden aber nicht brauchbar. Strom gab es dafür in der Dusche. Da es nur einen Wasser-Hebel gab, dachte ich der kabellastige Schalter wäre für die Aktivierung des Warmwassers. Bereits nass, legte ich den Schalter um und wurde von einem Funken überrascht – war wohl doch nicht dafür gedacht und so genoss ich die Standard Temperatur alias „leicht warm“. Die fehlende Seife und das fehlende WC-Papier waren dann gar nicht mehr so überraschend;) ABER: wir haben herrlich geschlafen!

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Copacabana ist ein sehr kleines Dörfchen das uns sehr gut gefallen hat. Ein Stopp auf dem Weg nach La Paz lohnt sich auf jeden Fall! Bei strahlendem Sonnenschein spazierten wir durch die Gassen und hielten immer mal wieder in einem kleinen Café oder Restaurant. Happy Hour gibt es hier übrigens überall und den ganzen Tag.
Anstatt die Isla del Sol auf dem Titicaca See zu besuchen, wanderten wir früh morgens auf einen der Hausberge namens Cerro Calvario – das ideale Höhentraining für La Paz mit knapp 4000m. Auch wenn wir bereits an wohnen auf über 3000m gewohnt sind, merken wir nach wie vor, dass uns die Puste schneller ausgeht und auch auf kleinen Distanzen Pausen eingelegt werden müssen. Der steile Aufstieg hat sich gelohnt und wir wurden mit einem super Panorama belohnt. Zu oberst gab es sogar einen kleinen Markt.

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Bevor die Reise nach La Paz weitergeht, gibt es noch feinen Kuchen von der „Pit Stop Bakery“ an der Hauptstrasse. Der hausgemachte Quitten-Mürbeteig-Kuchen schmeckte wie zu Hause beim Mammeli…. ❤

 

 

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