Velo-Apéro, flauschig in Iguazu & Busfahren in Buenos Aires

Ohne am falschen Ort auszusteigen oder den falschen Bus zu nehmen, habe ich den Flughafen viel zu früh erreicht. Sarah hing noch in der Warteschlange bei der Passkontrolle fest. Eine Stunde später ging es dann Richtung Hostel. EC-Karte: check, Branchli: check, Fisherman’s Friend: ähm Toblerone?! – okeee, auch gut;)

Nach Sarahs Reisemarathon stand noch kein Sightseeing auf dem Programm. Zum z’Mittag ging es zum Fischmarkt. Wir wussten nicht wirklich was wir bestellten – war fein aber sehr reichhaltig! Der frisch gepresste Fruchtsaft zum Dessert, war dann richtig erfrischend leicht; also abgesehen von den 2 Suppenlöffeln Zucker, auf die Sarah nicht verzichten wollte;) 

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Das nächste Wiedersehen gab es bereits am Abend. Jordan, die wir in Patagonien kennengelernt hatten, wohnt in Santiago und führte uns in ein feines Thai Restaurant aus. Etwas übermütig bestellten wir die schärfste Variante auf einer Skala von 0-5; wir gingen von chilenischer Schärfe aus, die eigentlich nicht wirklich existiert. Ein Fehler, wie sich herausstellte. Phuu war das scharf und Schwitzen war angesagt;)

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Mit Schwitzen ging es am nächsten Tag gleich weiter. Bei brütender Hitze liefen wir auf den Cerro Cristobal. Nach dem wir zuerst im Zoologischen Garten gelandet sind, haben wir den richtgen Weg dann auch noch erwischt. Der 40-minütige Spaziergang wurde mit dem Ausblick über Santiago beloht, leider mit etwas viel Smog… Die Sicht vom Cerro Santa Lucia ist deutlich schöner. Unsere Sightseeing Tour beendeten wir mit Ramsch-Shopping und einem ganz grossen Glace mit extra Schokolade – sehr fein gsi!

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Während Simon abends am Frisbee Training von Jordans Team teilnahm, liessen wir uns im Hostel von unseren Zimmerkollegen unterhalten.  Mit der Tür ins Haus fiel der deutsche Herr. Er wollte alles wissen und liess uns kaum zu Wort kommen; bestraft wurde er mit dem breitesten Walliser-Ditsch. Das Glas Wein vermochte das Eis auch nicht zu brechen;)

Tschüss Chile! 8 Stunden Busfahrt durch die Berge stehen an. Simon freute sich bereits auf eine hübsche und natürlich junge Sitznachbarin – Sarah und ich konnten uns das Schmunzeln nicht verkneifen, als wir das Grosi gesehen haben;) Sarah erbarmte sich und setzte sich neben sie und wurde mit der vollen Ladung Papst-Bildchen-Kollektion belohnt, die sie mitbestaunen konnte. 

Was man in Mendoza macht? Turnen im Park oder Weinkellereien anschauen und Wein degustieren – mit dem Fahrrad! Nach 4 Kellereien, gutem Wein, Epanadas und einem Fleisch/Käseplättli, machten wir uns auf den Heimweg. Es ist übrigens ein Gerücht, dass man beim Degustieren den Wein ausspucken muss;) Laut Blödsinn zu schwafeln und herum zu blödeln, kann übrigens auch sehr unterhaltsam sein. Vorallem wenn man kurze Zeit später vom Kellereibesitzer auf Schweizerdeutsch angesprochen wird; man(n) hätte uns auch warnen können! Mehr zu schaffen machte Sarah nur der Fahrstil der Bus- und Taxifahrer. Fest umklammerte sie den Handgriff, was dazu führte, dass der Taxifahrer die Welt nicht mehr verstand;) Den letzten Tag verbrachten wir bei perfektem Wetter im Park San Martin, wo wir uns mental auf die Nachbusfahrt nach Rosario vorbereiteten. Nun wieder ohne männliche Unterstützung. 

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Gebucht hatten wir die besten Sitzplätze. Auf das offerierte Cüpli, haben wir nach unserer Wein-Velotour gerne verzichtet. 

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Der Zwischenstopp in Rosario brachte uns zu Familie Zurbriggen. Wie der Name schon sagt, haben sie Walliser-Wurzeln. Vor 3-4 Generationen sind viele Walliser ohne Zukunftsaussichten, nach Argentinien ausgewandert. Andrea, meine Schwester, verbrachte vor 8 Jahren einen Monat bei ihnen. Wir kannten uns von Erzählungen und Bildern und waren uns so nicht ganz fremd. Der herzliche Empfang glich einem Wiedersehen von Freunden und wir fühlten uns gleich wohl. Andrea und ich haben wohl mehr gemeinsam als uns lieb ist<3 

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Nächster Halt: Puerto Iguazu. Wieder auf den Pole-Position Plätzen, galt es diesmal 22 Stunden im Bus auszuharren. Übrigens meine letzte Busfahrt auf dieser Reise… Auf das Cüpli warteten wir diesmal vergeblich. Die feinen Biscuits, Biscuits, Cracker, Biscuits und Cracker waren eh besser. Gut, immerhin gibt es etwas zu Essen – das versprochene Brötchen, das auf den Busreisen in Asien immer gross angepriesen wurde, habe ich bis heute nicht gesehen. Mit einer Luftfeuchtigkeit von 94%, gab es eine tropische Ankunft mit abwechselnd Regen und Sonne. Die Mücken hatten uns auch sehr freundlich begrüsst und nachts war es unerträglich heiss. Der Pool bot eine angenehme Abkühlung.

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Ziel waren natürlich die berühmten Wasserfälle. Unser Highlight: mit dem Boot direkt in den Wasserfall zu fahren. Zeitweise haben wir vor lauter Wasser gar nichts mehr gesehen. Nach dem wohl grössten Duscherlebnis, genossen wir die Wasserfälle von den unterschiedlichen Spazierwegen aus. Das eine oder andere Foto haben wir auch geschossen. Ein gestelltes Obenohne-Foto (Rückenansicht natürlich), hat eine überraschend aufgetauchte Gruppe Asiaten, etwas aus dem Konzept gebracht – wie kann man bloss! Aber es soll durchaus praktisch sein, wenn man Bikiniträger mit den Zähnen fixieren kann:) Es standen noch weitere nicht alltägliche Aktivitäten auf dem Programm: der tägliche Kampf Sarahs Bett; die Bettenbelegung im Computersystem war das reine Chaos. Kaum verliessen wir das Hostel, wurde das Bett wieder jemand neuem zugeteilt:) Aber auch fliehen vor den streunenden Dorfhunden war angesagt; ich bin nur leicht erschrocken, als sich das flauschige unter meinen Füssen im Restaurant als Hund herausstellte.

In der Hauptstadt verbringen wir die letzten Tage in Argentinien. Mit dem Flugzeug ging es nach Buenos Aires. Die Anzeige mit den Abflugzeiten, war sich mit den Zeiten im Ticketsystem nicht einig. Wir wussten nicht wirklich wann es los geht – abgeflogen sind wir schlussendlich zu keiner der angezeigten Zeiten. 

Wir wohnen im Stadtteil San Telmo und machten uns auf Richtung Plaza de Mayo, wo wir uns später mit Daniela trafen. Sie ist Andreas Freundin und war auch schon in Luzern zu Besuch. 5 Jahre später nun also das grosse Wiedersehen. Als Willkommensgeschenk gab es eine Tasche voll mit Karten und Infos zur Stadt. Um einen Überblick zu erhalten, ging es am nächsten Tag erst einmal auf Stadtrundfahrt mit dem Touribus. Wenn’s dem Audioguide nicht hie und da die Sprache verschlagen hätte, waren die Infos noch interessant. Oder hättet ihr gewusst, dass die Vereinsfarben des Fussballclubs Bocca auf Grund der Schwedischen Flagge blau/gelb sind? Man entschied sich kurzerhand für die Landesfarben des Schiffes, welches gerade im Hafen vor Anker lag.  Ein kurzes Tangostänzchen in passendem Schuhwerk durfte natürlich auch nicht fehlen.

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Buenos Aires bei Nacht, gab es es für mich an der Geburtstagparty von Danielas Freund. Die Sicht über die Stadt konnte ich nicht all zu lange geniessen. Ich wurde, was Small Talk auf spanisch betrifft, nicht verschont. Halbwegs fliessend, und nach wie vor oft ohne oder italienischen Präpositionen, habe ich mich gar nicht so schlecht geschlagen:)

Sonntags dann unbedingt auf dem Markt in der Strasse „Defensa“ vorbeischauen. Auch die „normalen“ Läden und Cafés, sind einen Besuch wert! Zum z’Nacht gabs ein Chorizo Sandwich genannt Choripan in einem Hinterhof. Erst noch mit musikalischer Unterhaltung. 

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Auf Bootstour ging es in Tigre, rund 40 Minuten ausserhalb des Zentrums. Der Wochenendansturm war vorbei und wir genossen eine gemütliche Flussfahrt mit Spaziergang auf einer der Inseln.

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Das wohlverdiente Feierabend Apero gab es dann im Beach Club „toien-perú“. Ein Paradies für Kite- und Windsurfer oder Stand-Up-Paddler. Wer genug Zeit hat, sollte unbedingt vorbeischauen. 

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Die letzte Nacht im Hostel ist jetzt auch Geschichte. Vermissen werde ich das Schlafen in Mehrbettzimmern wohl eher weniger:) Im Stadtteil Palermo gibt es zum Abschluss noch feine Waffeln bei „Panera Rosa“ und etwas Shopping – erst dann sind wir bereit für die bevorstehenden Flüge.

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3 Monate Südamerika gehen heute leider zu Ende! Die letzten Tage verbinge ich wieder in LA bei Freunden, bevor es am Freitag nach knapp 9 Monaten wieder zurück in die Heimat geht – Ich freue mich!

Merci Sarah fär dine Bsüäch und än güäte Flug uf Toronto!

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