Gangnam Style, Wandern und Maden zum Znacht

Fazit nach der 15-stündigen Reise nach Seoul: ich bevorzuge es, 10 Stunden in einem peruanischen Nachtbus zu reisen! Nudelfertig bin ich also in Seoul gelandet. Die Zugfahrt ins Zentrum genoss ich bei prächtigem Frühlingswetter und fühlte mich, Dank dem Werbefilm über’s Berneroberland, gleich wie zu Hause.

 


 Südkorea! – 1. Programmpunkt: Geld holen – standardmässig war dort eine Million eingestellt. War nur eine 0 zu viel für meine Bedürfnisse; habe ich erst gemerkt, als der Automat nicht mehr aufgehört hat, Noten zu zählen!:-) Die 10’000er Scheine hatten nicht einmal Platz im Portemonnaie…

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So düste ich, reicher als zuvor, passend in den Reichen-Bezirk Gangnam. Bekannt aus dem, definitv zu viel gespielten „Hit“ Gangnam-Style mit der ebenfalls zuviel gesehenen Choreographie:) Hier bin ich nicht nur als Weisse aufgefallen, sondern auch mit meinen Freizeitkleidern. Das fängt ja gut an!

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Kevin, den wir auf Hawai’i kennenlernten, arbeitet hier als Englischlehrer, und holte mich von der Station ab. Statt einem z’Mittag, wurde die Schweizer Schokoladen Lieferung durchprobiert. So gefällt’s mir:)

Während Kevin sich wieder seinen Schülern widmete, schlenderte ich, begleitet von köstlichem Brotgeschmack (hier hat’s Bäckereien an jeder Ecke), durch Gangnam. Ich glaube es war Liebe auf den 1. Blick. Zwar spricht kaum jemand Englisch aber überall hat es feines Essen, freundliche Leute, coole Läden und Cafés. Eine Art Sushi-Rolle wurde zum Lieblingssnack und Dakgalbi zum Lieblingshauptgericht: Poulet, Gemüse, Nudeln, Süsskartoffeln an scharfer Sauce und erst noch auf dem Tisch zubereitet. Einzig mit den Maden als Beilage beim Koreanischen BBQ und dem Frühstückbrötchen mit pürierten roten Bohnen als Füllung, könnte ich mich auf Dauer nicht anfreunden. Auch die metalligen und flachen Essstäbchen, haben mich mehr überfordert als ernährt:)

In Seoul ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wer die Zeit nicht mit Palast- und Tempelbesichtungen verbringen will, kann sich im Hanok-Dorf Bukchon – auch als Künstlerviertel bekannt – inspirieren lassen, am Cheonggyecheon die Sonne geniessen, Shoppen oder Wandern.

Mein erster Ausflug brachte mich nicht etwa in einen Tempel oder in eine Shoppingstrasse. Mit dem Zug ging es auf’s Land an ein Bierfest. Hier waren die Einheimischen deutlich in der Unterzahl. Dachte ich immer, Asiaten sollten auf Grund eines fehlendem Enzyms lieber keinen Alkohol trinken, wurde ich hier eines Besseren belehrt. Wobei die Schmergrenze wohl schon eher etwas tiefer liegt als bei uns:) Das sommerliche Wetter machte den Festivaltag perfekt! Wir waren eine super Gruppe und ruckzuck war es bereits dunkel und Zeit den letzten Zug zu erwischen. Das südkoreanische Bier war übrigens gar nicht so schlecht!

Die Touristenattraktion der Wachablösung, besuchte ich beim Deoksugung Palast. 20 Schulklassen und ich – dem Lärmpegel nach zu urteilen, hätten es auch 20 Klassen mehr sein können. Im Vergleich zu den militärischen Schichtwechseln der Wachen vor europäischen Königshäusern, glich dies hier eher einer Zirkusnummer. Zu Beginn noch sehr feierlich, durften ab einem bestimmten Zeitpunkt alle zu den Wachen laufen und Fotos machen. Bei dem Gedränge, verlor der eine oder andere sogar seinen aufgeklebten Schnauz:) Ich habe mich auf jedefall amüsiert!

Auch sonst war alles etwas ander als zu Hause – Fussgänger haben keinen Vortritt, Löcher in der Hose auf Kniehöhe ist ein Muss, Sitzheitzung auf dem WC im Angebot und niemand hat ein Smartphone, das älter ist als ein Iphone 5 ist – Sorgen habe ich mir um mein Telefon definitiv keine gemacht… Auch auf Wanderungen fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Nicht etwa auf Grund der Landschaft; es sind da eher die Wander-Lokalmatadoren, die mit ihrer Ausrüstung auffallen. Nicht selten ausgerüstet als ginge es auf den Mount Everest:)

Zum Abschluss, wanderte ich auf den gangnamschen Hausberg Gwanaksan. Da mein koreanisch noch in den Kinderschuhen steckt, Hallo und Merci geht bereits fliessend, gab es eine extra Runde im Bus, welche mein ÖV Guthaben auf der Magnetkarte schmerzlich schmelzen liess. Leider war in diesem Bus nichts auf Englisch angeschrieben und ich hatte keine Ahnung wo ich hin fahre.

Seoul: Gerne wieder! Auch ohne Sprachkenntnisse schlägt man sich durch. Immer die ID dabei haben: es kann sein, dass man spontan in einer Shisha-Bar vorbeischaut – ein Hoch auf Wifi und Dropbox. Mit der Schere geht’s besser als mit dem Messer. Jetlag sei Dank, kann verschlafen in der Metro vorkommen. Ah und Restaurants mit Bildern sind von Vorteil:)


Gambsahbnida Seoul and thank you Kevin for your invitation!

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